Vorwort
Die nun vorliegende Chronik ist teilweise noch sehr lückenhaft und kann daher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erfüllen. Es standen teilweise recht unvollständige oder vage Informationen bei der Niederschreibung dieses Manuskriptes zur Verfügung. Im Wesentlichen beziehe ich mich auf alte Unterlagen des SK Bad Harzburg, benachbarter Vereine wie dem SK Goslar, sowie Unterlagen des Bezirkes. Daher bin ich sehr an weiterführende Informationen, insbesondere an Bild- und Druckmaterial, interessiert.
Der nun vorliegende erste Entwurf über den Nordharzer - und insbesondere Harzburger Schachsport - soll nachfolgenden Schachgenerationen die Möglichkeit geben, sich umfassend über die Ausbreitung des königlichen Spiels hier in dieser Region zu informieren.
Ein organisiertes Schachleben gab es im Harzer Raum bereits seit gut 150 Jahren, als zum Beispiel der Raum Goslar - Braunschweig zum 1861 gegründeten "Westdeutschen Schachbund" gehörte. 1868 wurde der "Nord-deutsche Schachbund" ins Leben gerufen und im Jahre 1882 gründete sich der "Harzer Schachbund", dem neben Teilen des heutigen Bezirks III Südniedersachsen auch der Raum Halberstadt angehörte. So gehörte z.B. schon in den Jahren 1892/93 ein Goslarer Schachverein diesem "Harzer Schachbund" an und fand anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Braunschweiger Schachclubs ein Kongress des "Harzer Schachbundes" 1894 in Braunschweig statt
Aus alten Unterlagen erfuhr ich, das es ein organisiertes Schachleben in Bad Harzburg zuerst in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg gab. Dank der Initiative des aus Japan zugezogenen Bankkaufmanns, Herrn Kummert, fanden sich eine Reihe, vorwiegend aus akademischen Kreisen stammende Schachfreunde zu regelmässigem Spiel zusammen, ohne jedoch den sportlichen Gedanken durch Turniere und Wettkämpfe zu pflegen. Auch fand der Anschluss an eine grössere Schachorganisation nicht statt. In dieser ersten Blütezeit zählte der Verein ca. 20 Mitglieder. Jedoch schlief dieser Verein mit dem beruflichen Fortgang Herrn Kummerts wieder ein. Erst Mitte der 20iger Jahre gelang es den damals jugendlichen Ernst Raschick, den Schachsport in unserer Kurstadt zu etablieren. Deshalb ist Ernst Raschick (06.08.1909 - 30.08.1977) untrennbar mit der Geschichte des Harzburger Schachsports verbunden. Als einer der Gründungsväter des 1927 gegründeten SK Bad Harzburg sorgte der ge-bürtige Berliner in den Folgejahren als dessen langjähriger Vorsitzender, Geschäftsführer und engagierter Organisator für eine stetige Belebung des Schachsports in Bad Harzburg. Wir werden Ernst Raschick immer in ehrenden Andenken behalten.
Jörg Baars
Das Gründungsjahr 1927
Zusammen mit den Herren Walter und Paul Eike, Drössler, Leiste, Stobbe, Weigel, Schubach, Dr. Delorme, Artmann, Kühne, Rautmann u.a. wurde der Schachklub Bad Harzburg v. 1927 von Ernst Raschick ins Leben gerufen. Der junge Verein schloss sich dem Niedersächsischen Schachverband an. Zusammen mit den Regionen Braunschweig, Goslar und Helmstedt gehörte Harzburg dem 1928 gegründeten Ostkreis im NSV an. Es wurden Klubturniere und Wettkämpfe gegen benachbarte Vereine, insbesondere gegen Goslar, ausgetragen. Entscheidend getragen wurde der Verein zu dieser Zeit von den jugendlichen Raschick und Kühne, die auch zu dieser Zeit - zusammen mit dem Vorsitzenden des Goslarer Schachklubs, Herrn Dr. Klügel - zu den stärksten Spielern dieser Region zählten.
Die ersten Jahre des jungen Vereins: 1928 bis 1934
Am 12.09.1928 fand in Goslar ein Wettkampf des SK Goslar gegen den SK Bad Harzburg statt. Die Goslarer konnten den ersten Wettkampf mit 11 zu 7 Punkten für sich entscheiden. in einem weiterern Wettkampf, welcher 1929 mit Hin- und Rückkampf ausgetragen wurde, konnten die Harzburger um Ernst Raschick, Kühne und Co. den Spiess jedoch umdrehen. In den am 9. April und 11. April ausgetragenen Runden bezwangen die Harzburger die Goslarer, wenn auch denkbar knapp, mit 11,5 zu 10,5 Punkten.
Ein weiterer Höhepunkt war der am 13.04.1930 in der Goslarschen Gaststätte "Römische Kaiser" ausgetragene Wettkampf der verbündeten Westharzer Vereine (Goslar, Harzburg, Osterode, Altenau, Osterwieck und Strö-beck) gegen eine Spielgemeinschaft der Hildesheimer und Lehrter Schachvereine. Dieser Wettkampf wurde klar mit 16 zu 8 gewonnen. Noch im selben Jahr nahmen die Goslarer Revange für die im letzten Jahr kassierte Nie-derlage gegen den SK Bad Harzburg. Am 04. August 1930 gewann der SK Goslar im Bündheimer Hotel "Germania" gegen Harzburg deutlich mit 12 zu 6.
Mit dem Fortgang Raschicks und Kühnes schlief offensichtlich die Vereinsarbeit ein. Wie das Vereinsleben des SK Bad Harzburg im Zeitraum von 1931 bis 1934 aussah ist nicht weiter bekannt, da darüber keine Unterlagen existieren. Bis Ende 1934 waren wohl nur noch etwas mehr als ein Dutzend Schachfreunde im SK Bad Harzburg organisiert. Einziger Höhepunkt bildete die Tagung des NSV 1933 in Bad Harzburg mit einem anschliessenden Meister-Turnier, dass der Braunschweiger Dr. Wilfried Lange vor einem Herrn Waldmann gewann.
Die weiteren Jahre bis zum Kriegsausbruch: 1935 bis 1939
Aus dem Jahre 1935 ist lediglich bekannt, das die Harzburger Anfang des Jahres im Vergleichskampf gegen Goslar mit 9 zu 3 in Goslar unterlagen. Auch den Rückkampf am 23.03. in Harzburg gewann der SK Goslar mit 9 zu 5 deutlich. Zusammen mit Spielern des SK Goslar wurde im selben Jahr ein weiterer Vergleichskampf gegen den Hildesheimer SV in Hildesheim veranstaltet. Das Ergebnis ist nicht bekannt.
Während es 1935 um den SK Bad Harzburg schlecht bestellt war, entwickelte sich im benachbarten Bündheim aus Arbeiterkreisen ein starker Verein unter Führung der Herren Emil Heidelmann, Emil Wais, Josef Giogoli und Heinrich Lüders aus Harlingerode. Zu diesem Verein gesellten sich die Herren Krebs, Belau, August Schubach, Müller, Walter Meinholz, Karl Habig, Adolf Mewes, Köthe, Hoffmann, August Schmidt, Bothe, Sprengart, Wagner und Willi Gehrer. 1936 gesellte sich Herr Werner dazu. Die Spielstärke der Spitzenspieler des Vereins (Emil Heidelmann, Heinrich Lüders, Willi Gehrer) war ganz beachtlich. Erst mit der Rückkehr Raschicks und Dr. Kühnes vom Studium bekam auch das Schachleben in Harzburg wieder auftrieb. Es lag Nahe, das sich beide Schachklubs gut ergänzen konnten. So kam es bereits 1936 zu einer Verbindung mit den Bündheimern zum Schachklub Harzburg - Bündheim. (Der Name wurde erst nach dem Kriege wieder in SK Bad Harzburg umbenannt.) Spiellokale zu dieser Zeit waren abwechselnd die Lokale "Brauner Hirsch", "Quelle", bei Sprengart und "Stadt Hamburg". Nachdem der Verein zunächst weiterhin dem Niedersächsischen Schachverband angehörte, erfolgte wahrscheinlich noch 1936 der Übertritt zum "Saale-Schachbund". Weitere Vereine folgten, so z.B. 1938 der SK Bad Lauterberg. Hintergründe für den Wechsel sind nicht bekannt. Zahlreiche Klubturniere und regionale Wettkämpfe prägten das Vereinsbild. Bedeutende Meister dieser Zeit weilten zu Simultanveranstaltungen in Harzburg und Goslar. Ausserdem führte Ernst Raschick als Leiter von Schachkursen dem Verein viele, besonders jüngere Spieler zu.
1937 - zum zehnjährigem Jubiläum - gehörten dem Verein über zwei Dutzend Spieler an. (Ernst Raschick, Emil Heidelmann, Josef Giogoli, Emil Wais, Dr. Horst Kühne, Heinrich Lüders, Karl Habig, August Schubach, Walter Meinholz, Willi Gehrer, Adolf Mewes, Leo Prill, Herr Belau, Herr Krebs, Albert Breunert, Herr Plesse, Wilhelm Baumgarten, August Schmidt, Hans Tiemann, Albert Eichler, Josef David, Karl Wilding, Friedrich Breustedt, Ilse und Emil Specht, Herbert Künzel und Joachim Homann. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit verlagerte sich seit 1937 wieder zunehmend nach Harzburg. Dank der Initiative Raschicks und Dr. Horst Kühnes erlebte mit Verbindung des Grossdeutschen Schachbundes der Schachsport in der Kurstadt eine glanzvolle Blüte. 1938 hatte der Verein über 30 Mitglieder. Neu hinzu kamen die Schachfreunde Arno Fehlig, Dr. Delorme, Eichholtz, Fritz Faber, Artmann, Barwenzig, Baar, Bruesberger und Künzel. Höhepunkte waren der Kongress des "Saale Schachbundes" sowie die beiden internationalen Turniere von 1938 und 1939, die durch die guten Kontakte zur Stadt Bad Harzburg, zur Kurverwaltung und zum Braunschweigischem Staat mit viel Einsatzwillen organisiert wurden. Zehn hochkarätige Meisterspieler trafen sich im Sommer 1938 zur Internationalen Schachwoche (26.06. - 03.07.1938), dass der jugoslawische Meister Vasja Pirc ungeschlagen mit 6,5 Punkten vor Boguljubow (6 Punkte) und G. Kieninger (5,5 Punkte) gewann. Das internationale Turnier von 1939 gewann der Österreicher und zweifacher Deutscher Meister Erich Eliskases ungeschlagen mit 8 Punkten aus 9 Partien vor dem schwedischen Grossmeister Gideon Stahlberg (6 Punkte) und Ludwig Rellstab (5,5 Punkte ) aus Berlin. Trotz dieses Turniers deutete sich bereits Mitte 1939 eine Veränderung des öffentlichen Lebens an. Durch die Kriegsvorbereitungen und dem Krieg selbst wurde das Vereinsleben stark beeinträchtigt. So gehörten dem Verein am 01.10.1939 nur noch ein Dutzend Mitglieder an (Ernst Raschick, Albert Eichler, Eichholtz, Heinrich Lüders, Helmuth Bruesberger, Ilse und Emil Specht, Friedrich Breustedt, Adolf Mewes, Emil Wais, Joachim Homann, Arno Fehlig und Karl Habig), von denen die jüngeren bereits kurze Zeit später Einberufungsbefehle erhielten. Andere Schachfreunde waren zu dieser Zeit bereits eingezogen. Darunter Arno Schmidt, Emil Wais, Willi Gehrer, Adolf Mewes, Karl Habig Friedrich Breustedt und die erst seit kurzem zum Verein zählenden Robert Bily und Fritz Polkonski.
Der SK Bad Harzburg während der Kriegsjahre und zur Besatzungszeit von 1940 bis 1949
Mit Beginn des Jahres 1940 erlosch das Vereinsleben mangels Mitglieder völlig. Mitgliedsbeiträge wurden noch bis Januar 1940 erhoben. Das reichhaltige Spielmaterial wurde den Lazaretten zur Verfügung gestellt und ging in der Folge dem Verein zum größten Teil verloren. Spurlos verschwand auch die wertvolle Schachliteratur des Vereins, die mühevoll in den Jahren des Bestehens zusammengetragen worden ist. Aber auch die teuren Schachuhren sowie das übrige Spiel- und Turniermaterial überstanden zum Teil die Kriegszeiten nicht oder wurden stark beschädigt, weil sich keine Möglichkeit bot, das Schachvermögen sicher zu verwahren. Das Vereins - Barvermögen, welches Raschick als Vereinsleiter verwaltete, befand sich auf der Braunschweigischen Staatbank und ging mit der Währungsreform verloren, da Raschick als Verfügungsberechtigter erst 1948 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Dem zu Beginn nach Bad Harzburg in den Ruhestand verzogenen und späteren Altersvorsitzenden des Klubs, Diplom-Handelslehrer Karl Koch, war es zu verdanken, dass wenigsten ein Teil der sehr teuren Figurensätze gerettet wurden und dem Verein erhalten blieben. Zwar war der SK Bad Harzburg bis Mitte 1946 als Verein noch nicht wieder aktiv, da es strenge Auflagen durch die Alliierten gab und die Vereinstätigkeiten zumindest zeitweise stark eingeschränkt, wenn nicht sogar teilweise verboten waren. Unter diesen äusseren Umständen organisierten Schachfreunde aus Harzburg zusammen mit den Braunschweiger Schachfreunden vom 07. bis zum 17. September 1946 eines der ersten deutschen Nachkriegsturniere überhaupt. Unter denkbar schlechten Bedingungen nahmen zwölf nationale Spitzenspieler an diesem Turnier im Sanatorium am Burgberg teil. Eröffnet wurde das Turnier am Sonnabend den 07.09. um 20 Uhr im Hotel Fürstenhof. Spielort war der Grosse Saal im Sanatorium. Für die Sieger standen fünf Geldpreise zur Verfügung. Ausserdem wurde ein Schönheitspreis für die "beste Partie" des Turniers ausgesetzt. Die Turnierleitung lag in den Händen von Kurt Ebeling und W. Koblitz. Zusammen mit den Schachfreunden Manfred Reimer, Dr. Unruh und J.Koch bildeten sie auch das Schiedsgericht. Dieses Turnier hatte Initialwirkung für die Wiederbelebung des Schachsports nach dem Kriegsende. Schon Anfang 1947 war das Vereinsleben wieder spürbar im Gang. Zur Mitgliederversammlung am 25.01.1947 trafen sich bereits 14 Schachfreunde, darunter Karl Koch, Herr Heinemann (Göttingerode), Friedrich Hauch (Westerode), Max Lippert, Herr Eichholtz, Emil Wais, Alfred Herrmann und Herr Weichelt. Herr Emil Wais übernahm die Leitung des Vereins, Schriftführer wurde der überaus rührige Georg Meyzis und als Pensionär wirkte treu für den Verein Karl Koch. Zur nächsten Versammlung, am Samstag den 01.02.1947 erschienen bereits 19 Schachfreunde. Die Mitgliedszahl wuchs stetig weiter an und erreichte zum 20jährigem Vereinsjubiläum die Rekordhöhe von 45 Spielern. Unter den Neuzugängen und Rückkehrern befanden sich folgende Vereinsmitglieder: Herr Artmann, Dr. Hans Göpner, Erich Weichelt, Zimmermann, Franke, Weimann, Karl Lenz, Emanuel Barvenzik, Blum, Strutz und Wilhelm Rebak. Turniere und Wettkämpfe wurden ausgetragen und viele neue Beziehungen geknüpft. So fand im unter anderem im Sommer 1947 ein Wettkampf zwischen Bad Harzburg und Gandersheim im Hotel "Brauner Hirsch" statt. Der Anschluss an den NSV wurde wieder vollzogen, als der sich am 22.03.1947 in Braunschweig neu gründete. Der Verband gliederte sich zunächst in 12 Bezirke, wobei der SK Bad Harzburg zum Bezirk V (Harz) gehörte. Eine ernste Krise hatte der Verein 1948 nochmals durch die Währungereform zu überstehen. Viele Mitglieder konnten durch die damit verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht regelmässig am Vereinsleben teilnehmen. In dieser Phase übernahm der damals 60jährige Studienrat Dr. Hanns Göpner im Mai 1948 die Leitung des Vereins und ersetzte den beruflich stark beanspruchten Emil Wais. Aber auch diese Klippe wurde mit Bravour genommen und der SK Bad Harzburg konnte 1948 einen einmaligen Rekord von bis zu 61 Mitgliedern vermelden. Hier die Liste der damals gemeldeten Mitglieder:
(Adolf Artmann, Artmann jun., Emanuel Barwenzig, Albert Eichler, Friedrich Hauch, Karl Koch, Karl Lenz, Georg Meyzis, Alfred Mikasinowic, Gerhardt Nikoolem, Emil Wais, Horst Kühne, Wilhelm Rebak, Alfred Herrmann, Max Lippert, Heinrich Sarius, Bernhardt Skodzki, Paul Mennecke, Joh. Schmidt, Georg Jänecke, Fritz Eberlein, Siegried Franke, Erhard Hronig, Franz Schymiczak, Dr. Hanns Göpner, Josef David, Heinrich Frisch, Heinz Walter, Walter Noll, Wenzel Püschel, Dr. Gotthard Heine, Walter Grimm, Martin Priebe, Kurt Riegner, Wilhelm Becker, Ottmar Bublitz, Gerhard Wöllecke, Gerhard Reinecke, Alfred Clages, Eberhard Brautin, Erich Weichelt, Hermann Herwig, Eduard Becker, Hans Feix, Leo Prill, Otto Reich, Rudolf Strenzel, Martin Rechenberger, Walter Graffenberger, Günter Hille, Heinrich Hille, Adelbert Warnecke, Gerhard Warnecke, Hans Warnecke, Gerhard Schramm, Klaus Geitmann, Franz Kettmann, Paul Hildebrandt, Wolf Sawahlich, Herbert Lutze und der aus Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Ernst Raschick.)
Zahlreiche Wettkämpfe wurden gegen benachbarte Vereine mit "mässigem Erfolg" (Jahresprotokoll) absolviert. Der SK nahm jedoch wegen verkehrsbedingten Schwierigkeiten noch nicht am Spielbetrieb im Bezirk V teil.
Zu Beginn des Jahres 1949, am 15.01.49, fand im Hotel "Brauner Hirsch" die Jahreshauptversammlung des SK Harzburg - Bündheim statt. 21 Mitglieder waren anwesend. Herr Dr. Hanns Göpner wurde als Vorsitzender im Amt bestätigt. Herr Ernst Raschick wurde als Schriftführer sowie Spielwart gewählt und der Bündheimer Wilhelm Rebak wurde Kassenwart. Rebak, geboren am 18.08.24, war damit das jüngste Mitglied im Vorstand des Vereins. Als Kassenprüfer wurden die Herren Mikasinowic und Artmann im Amt bestätigt. Der Verein traf sich regelmässig mittwochs und samstags im Hotel "Brauner Hirsch". Klubmeister 1949 wurde Alfred Herrmann vor Ernst Raschick, Mikasinowic und Koch. Am Meisterturnier anlässlich des Verbandskonkresses des NSV, 1949 in Goslar, nahm Ernst Raschick teil. Er holte 40% Punktausbeute. Folgende Vergleichswettkämpfe wurden gegen benachbarte Vereine bestritten:
Trotz zahlreicher Abgänge fanden auch neue Mitglieder zum Verein, so z.B. Rudolf Tischmeyer, Herbert Krolow, Erich Grathoff, Herbert Lutze, Bruno Schröder, Egon Eggeling und Arthur Fechner. Insgesamt 37 Schachfreunde waren 1949 im SK Bad Harzburg organisiert. An der Bezirksmannschaftsmeisterschaft nahm der SK erstmalig in der Saison 1949/50 teil. Zur ersten Gruppe gehörte neben SK Bad Harzburg auch der SK Braunlage, SK Goslar und ein Schachklub aus Hahnenklee. Die Hin- und Rückspiele fanden vom 06.11.49 bis zum 05.02.50 statt. Folgende Ergebnisse wurden erreicht: 1. Runde (06.11.49) Harzburg - Braunlage 7 : 1; 2. Runde (04.12.49) Harzburg - Goslar 2,5 - 5,5. Beim Problemschachturnier am 01.11.49 der Braunschweiger Schachvereinigung "Nord - Süd" errang Ernst Raschick die 2. ehrende Erwähnung.
Das Vereinsleben des SK Bad Harzburg innerhalb des NSV von 1950 bis 1959
Zu Beginn der fünfziger Jahre war das Vereinsleben des SK Bad Harzburg sehr aktiv. Zahlreiche Wettkämpfe auf Klub- und Meisterschaftsebene prägten das Bild. Der Schachklub nahm regelmässig an Mannschaftsmeisterschaften des Bezirkes teil. Für Aufregung sorgten Anfang 1950 Bestrebungen innerhalb des Bezirkes V (Harz), aus dem NSV auszutreten und einen Harzverband zu gründen, weil dessen Interessen durch den Geschäftsführer des NSV nur mangelhaft berücksichtigt wurden. (Jahreshauptversammlung Bezirk V am 18.03.50 in Seesen). Der Osterkonkress des NSV in Bad Salzdetfurth brachte das heillose Durcheinander innerhalb des NSV-Vorstandes zu Tage.
Im Zuge der Gründung des Landesverbandes Niedersachsen wurden Strukturreformen und eine Neuaufteilung der Bezirke notwendig. Deshalb wurden gegen Ende 1950 die Bezirke Harz, Göttingen und Hann.-Münden zum neuen Bezirk IV zusammengefasst. Jedoch wurden seitens des SK Bad Harzburg und vieler anderer Vereine bedenken hinsichtlich der großen Entfernungen innerhalb des neuen Bezirkes angemeldet und die Bildung von Teilbezirken angeregt. Es entstanden wohl auch darauf hin innerhalb des neuen Bezirkes der "Harzkreis", welcher im März 1951 in Seesen unter anderem durch die Vereine St. Andreasberg, Oker, Seesen, Bad Harzburg, Clausthal, Lauterberg und Goslar gegründet wurde. Die anderen Kreise innerhalb des neuen Bezirkes waren der Kreis Göttingen (u.a. Tempo Göttingen, Adelebsen, Grone, Einbeck, Northeim, Stöckheim) sowie der Kreis Mann.-Münden.
Um den NSV zu stärken wurde im Rundschreiben 2/51 des NSV nochmals darauf hingewiesen, das jegliche Wettkämpfe mit sogenannten "wilden Vereinen" (Vereine die nicht im NSV organisiert waren) streng verboten wurden. Dieses Restriktionen und Beitragserhöhungen bei fortlaufender Nichtbeachtung der Interessen der Harzer Schachverbände führte 1952 zu neuen Unstimmigkeiten innerhalb des Harzbezirkes. So trat die Schachgilde Oker für einige Zeit aus dem Verband aus und versuchte einen Schachkreis ausserhalb des NSV zu etablieren. Der Schachverein Bad Sachsa sandte einen ähnlichen Aufruf an andere Vereine und wurde prompt vom Verbandsvorstand aus dem NSV ausgeschlossen. Andere Vereine folgten freiwillig: Hohegeiß und Bad Lauterberg traten noch vor dem 17.06.52 aus dem NSV aus. Da Wettkämpfe mit diesen Vereinen von nun an verboten waren, geriet der SK Bad Harzburg immer weiter ins regionale Abseits. Aus heutiger Sicht haben diese restriktiven Maßnahmen, die auch im Rundschreiben des Harzkreises 1/53 noch einmal zementiert wurden, dem Schachleben besonders im Harz mehr geschadet als genützt, weil durch die Ausgrenzung nicht nur die Zahl aktiver Vereine und Schachspieler reduziert wurde, sondern auch die im NSV verbliebenen Harzer Vereine weniger Möglichkeiten hatten, schachlich interessante Wettkämpfe mit Nachbarvereinen zu pflegen. Der SK Bad Harzburg geriet aufgrund seiner geografischen Randlage und der mangelnden Spielstärke innerhalb des NSV ins schachliche Abseits und fristete ab Mitte der fünfziger Jahre für lange Zeit nur noch ein Schattendasein . Die später gegründete "Interessengemeinschaft Schach Harz" versuchte eine Wiederbelebung des Schachsports in den Städten und Gemeinden des Harzes voranzubringen. Ebenfalls 1953 trat der NSV aus dem Deutschen Schachbund aus, weil er sich unkorrekt behandelt fühlte und unternahm neue Planspiele in Bezug auf die Einteilung der Schachbezirke. Ab 1954 gingen im Harzkreis mehr oder weniger die Lichter aus. Informationsmaterial über die weitere Entwicklung in den späten fünfziger Jahren sind kaum bekannt. Auf dem Kongress des NSV, am 16. April 1954, wurde Ernst Raschick als neuen Jugendwart des NSV vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Dieses Amt nahm der Harzburger bis 1956 war.
Jahr 1950:
Die Jahreshauptversammlung des SK Bad Harzburg von 1927 fand am 21.01.1950 in der Kegelstube des Hotels "Brauner Hirsch" statt. 15 Schachfreunde nahmen daran teil. Alle Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Beiträge wurden wegen der gestiegenen Abgaben an den NSV (3DM pro Jahr und pro Mitglied) auf 1DM pro Monat neu festgesetzt. Bis zu 28 Schachfreunde gehörten dem Schachklub an. Die Schachfreunde Ernst Keck und Franz Kettmann wurden Mitglied des SK. An der Bezirkseinzelmeisterschaft nahmen die Herren Raschick, Johnson und Kienow teil. Es siegte Herr Baum (SK Goslar) mit 9 Punkten vor Matthai (Goslar, 7 Punkte) und Ernst Raschick mit 5,5 Punkten. Die anderen beiden Harzburger belegten die Plätze 8 (Johnsen, 2,5 Punkte) und 10 (Kienow). Der SK verlor bei der Harzmeisterschaft für Vereinsmannschaften am 08.01. das wichtige Rückspiel gegen Braunlage unnötig mit 3,5 zu 4,5 Punkten und verlor damit den Anschluss an Goslar. Goslar siegte zwar in der 1. Gruppe mit 36 Punkten vor Harzburg (29), Braunlage (16) und Hahnenklee (15), musste sich jedoch anschliessend am 25.07.50 im Finale um die Harzmeisterschaft 49/50 der Schachgilde Oker mit 6 zu 2 geschlagen geben.
Am 08.07.1950 wurde auf einer Vorstandssitzung des SK eine neue Turnierordnung verabschiedet, um den Ablauf von Vereinswettkämpfen und Ranglisten besser entsprechen zu können. Es sollten zukünftig offene Winterturniere zur Ermittlung des Meisters von Bad Harzburg und zur Aufstellung der Rangliste ausgetragen werden. Darüber hinaus wurde darin der Ablauf von Ranglistenkämpfe geregelt. Die Schachgilde Oker veranstaltete zwischen dem 08.07. und 16.07. eine Einladungsturnier, bei dem Ernst Raschick den 2. Platz belegte.
In der wichtigsten Begegnung der 4. Runde wählte Baum gegen Matthai die slawische Verteidigung des Damengambits, wurde aber glatt überspielt und erlag einem Mattangriff. Mit der Aljechin-Verteidigung kam Raschick gegen Ragotzi schnell zu umfassendem Angriff und setzte den Langelsheimer Matt.
Jahr 1951:
Die Jahreshauptversammlung des SK fand am 05. Januar 1951 im Hotel "Stadt Hannover" statt. Vierzehn der 33 Mitglieder des SK waren anwesend. (Neue Mitglieder des Vereins: Werner Bastian, Heinz Meister, v. Dobschütz, Monika und Manfred Nitsch, Jürgen Körting, Jürgen Kruse, Karl Zuschlag, Gerd Henneberg, Dr. Gotthardt Heine, Günther Cordts und Franz Kettmann). Trotzdem ging diese Mitgliederversammlung als "Marathonsitzung" in die Analen des SK ein, da sie von 20 Uhr an über 4 Stunden andauerte. Strittig war vor allem die Frage, welche Funktionen mit der Umwandlung des Postens eines Schriftführers zum Posten des Geschäftsführers (Ernst Raschick) des SK verbunden waren und vor allem musste die Frage geklärt werden, wo die Abgrenzung zum Vorsitzenden (Dr. Hans Göpner) zu suchen waren. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt (Kassenwart: Rebak, Spielwart: Herrmann). Ausserdem wurde das Spiellokal geändert. Das Hotel "Stadt Hannover" wurde neuer Spielort des Vereins. Die Spielstärke des Vereins war in diesem Jahr beachtlich. Viele Mannschaftswettbewerbe konnten siegreich beendet werden. So gewann der SK als Gruppensieger die Endrunde um die Harzkreis-Mannschaftsmeisterschaft 1951 mit 9,5 Punkten vor dem Schachklub Bad Lauterberg (7,5 Punkte) und dem Schachklub Vienenburg (7 Punkte). Auch im "Harzpokal" stand unser SK im Finale und unterlag der Schachgilde Oker nur denkbar knapp mit 3,4 zu 4,5 Punkten. Der Schachklub hatte vor allem an den ersten Brettern mit Herrmann, Raschick, Mikasinovic, Rebak, Koch und Emil Wais einige starke Spieler, die entscheidend mit zum Erfolg beitrugen. Ausserdem gönnte sich der SK für die Krönung des "Meisters von Bad Harzburg für 1952" einen luxuriösen Wanderpokal in Höhe von 74 DM und die Anschaffung von 4 Schachuhren, damit spielstarke Akteure den Umgang mit den Chronometern üben konnten. In diesem Jahr jedoch wurde mit Beendigung der letzten Hängepartie, am 10.01.51, Herr Herrmann überlegender Sieger, der von 10 Partien nur einen halben Punkt abgab. Zweiter/Dritter wurden Raschick und Mikasinovic (je 8 Zähler). Knapp dahinter landete auf dem 4. Platz Rebak (7,5 Punkte). Die weiteren Plazierungen: 5. Walter (4,5Punkte), 6. Hildebrandt (4 Punkte), 7./8. Feix und Lutze (je 3 Punkte), 9. Fechner (2,5 Punkte), 10./11. Dr. Göpner und Bremer mit je 2 Punkten. Diese Ergebnisreihenfolge löste in den folgenden Monaten wieder einige Rangeleien um die Rangliste innerhalb des Klubs aus, da alle Spieler, die an der Teilnahme am Turnier verhindert waren, sich durch Herausforderungskämpfe neu einordnen mussten.
Zu Beginn des Jahres fielen auch die Harzbezirksmeisterschaften im Einzel, bei denen die ersten vier zur Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft (in Northeim) berechtigt waren, welches wiederum als Qualifikation für das Niedersächsische Meisterturnier diente. Ernst Raschick belegte bei den Harzbezirksmeisterschaften 1951 mit 4 Punkten den 4. Platz. (1. Baum (Oker 5,5P.), 2. Matthai (Goslar 5P.), 3. Wüstefeld (Vienenburg 4,5P.), 5. Schoke (Goslar 3,5P.), 6.-9. Schulz (Othfresen), Werner (Vienenburg), Johnsen (Vienenburg), Paulig (Seesen) mit je drei Punkten, 10.-11. Eick und Bode (Seesen 2,5P.), 12. Mikasinovic (Harzburg 1,5P.), 13. Lehmann (Hahnenklee 1P.), 14. Hildebrandt (Harzburg 0P.). Bei dem folgenden Bezirksmeisterschaften (27./28.01. sowie 10./11.02.) verpasste Raschick durch leichtsinnige Fehler die Qualifizierung für das Osterturnier des NSV. So hatte Raschick den späteren Turniersieger Scheinhütte bereits überspielt, büsste dann jedoch nicht nur seine Mehrfigur ein sondern verscherzte auch noch das sichere Remis. Einmal nervös, versiebte er trotz Mehrfigur auch noch die Partie gegen Schmenger und verpasste das Remis gegen Dudek. Der Endstand des Turniers lautete: 1. Scheinhütte (Hann.-Münden 6P.), 2. Saga, 3. Dudek (beide Göttingen 4,5P.), 4. v. Wolff - Oberscheden, 5. Schmenger (Northeim je 4P.), 6. Raschick (Harzburg), 7. Wüstefeld (Vienenburg je 2P.), 8. Schoke (Goslar 1P.).
Die Harzkreismeisterschaft wurde in 3 Gruppen ausgetragen. Harzburg spielte zusammen mit der Schachgilde Oker, Langelsheim und Neuling Othfresen in Gruppe 1. Die weiteren Gruppen bestanden aus den Vereinen Vienenburg, Goslar, Hahnenklee und Gandersheim sowie Clausthal-Zellerfeld, St. Andreasberg, Braunlage und Bad Lauterberg. Schon in der zweiten Runde traf Harzburg am 19.02.51 auf die favorisierte Schachgilde Oker mit den Meisterspielern Baum und Matthai, die in einem dramatischen Wettkampf mit 4,5 zu 3,5 bezwungen wurde. Mit diesem Sieg wurde der Grundstein für den Gruppensieg und den späteren Sieg der Harzkreismeisterschaft gelegt. Goslar kam in der 2. Runde gegen Vienenburg mit 3,5 zu 4,5 unter die Räder und brachte sich damit um die Meisterschaft. Wie gut die Harzburger in Form waren beweist auch ein Vereinskampf gegen Goslar am 27.05.51 in Goslar, welches die Harzburger an den ersten 8 Brettern mit 5,5 zu 2,5 für sich entscheiden konnten. Nur infolge der Schwäche an den letzten Brettern gelang es Goslar, ein Unentschieden herauszuholen.
Beim Harzpokal traten fünf Vereine an. Nachdem zunächst Langelsheim am 06. Juni 51 mit 5 zu 3 besiegt wurde, reisten die Harzburger am 24. Juni nach Hohegeiß. Die in Turnierwettkämpfen noch unerfahrenen Hohgeißer hatten gegen den SK nichts zu bestellen und verloren hoch mit 7 : 1 Punkten. Mit diesem Sieg hat sich Harzburg den Eintritt in die Endrunde erkämpft. Im Endspiel kam es zu einer Neuauflage gegen die Schachgilde Oker, welche zuvor Seesen aus den Rennen geschmissen hatten. Der Endscheidungskampf fand am 05. August in Harzburg statt. Die Okeraner konnten diesmal den Spieß umdrehen und gewannen denkbar knapp mit 4,5 zu 3,5 Punkten.
Im Sommer des Jahres bereitete sich der SK auf die schweren Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse vor Dazu wurden Trainingsturniere abgehalten. In der A-Gruppe (12 Teilnehmer) führte nach den ersten vier Runden Raschick mit 3,5 Punkten. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt. Das B-Turnier (9 Teilnehmer) gewann Keck vor Feix und Grathoff.
1951 kam es auch zu mehreren in-teressanten Freundschaftskämpfen gegen die Belegschaft des "Harz-burger Hofs". (Am 07.11 wurde mit 5 : 2 gewonnen, am 05.12. mit 4,5 zu 3,5 Punkten.)
Der SK nahm als Harzkreismeister 1950/51 an den Aufstiegspielen des neuen Bezirkes IV teil. Gegen Northeim wurde beispiels-weise am 27.09.51 in Bad Ganders-heim gespielt. Rebak und Werner gewannen ihre Partien, Herrmann am 1. Brett spielte Remis. Raschick und Koch verloren. Weitere
Ergebnisse sind nicht mehr bekannt. Es ist zu vermuten, dass der SK den Aufstieg nicht geschaffte und deshalb im Jahre 1952 für die Harzkreismeisterschaft gemeldet wurde.
1952
Die Jahreshauptversammlung des SK fand am 09. Januar 52 im Hotel "Stadt Hannover" statt. 15 Schachfreude waren anwesend. Dr. Göpner wurde in seinem Amt bestätigt. Neuer 2. Vorsitzender und Kassenwart wurde Herr Fechner. Geschäftsführer und Spielwart blieb Herr Raschick. Kassenprüfer waren die Herren Tischmeyer und Grathoff. Zum fünfundzwanzigjährigem Bestehen des Vereins wurden seitens des Vorstandes der Versuch unternommen, den NSV zu bewegen, in Harzburg seinen nächsten Kongreß oder eine andere Schachveranstaltung auszurichten. Bekanntlich wurde daraus nichts. Ebenso misslang der Versuch, ohne Segen des NSV ein schachliches Grossereigniss nach Harzburg zu holen. Das lag zum Grossteil daran, weil die Geschäftswelt, und insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe, nicht bereit war, einen finanziellen Beitrag zu leisten. Der Vorstand des Harzkreises tagte am 09.02. in Seesen. Es wurde seitens des Vorstandes die rückständigen Beitragszahlungen vieler Vereine angemahnt und damit gedroht, Säumige von der Hauptversammlung auszuschliessen.
Karl Koch, der in den schweren Kriegsjahren als Quasi-Vorsitzender unschätzbare Verdienste dadurch geleistet hat, als er das Spielmaterial des Vereins so gut wie nur irgend möglich zusammenhielt, zog nach Goslar in den Ruhestand und wurde am 28.04.52 zum Ehrenmitglied des SK Bad Harzburg ernannt. Ebenfalls im April wurde Ernst Raschick in Würdigung seiner Verdienste für den Schachsport vom NSV die "Silberne Nadel" verliehen.
Das Endturnier um die Einzelmeisterschaft des Harzkreises 1952 hatte folgendes Ergebnis: 1. Baum (Oker / 4Punkte), 2. Wüstefeld (Vienenburg / 2,5P.), 3. Bode (Seesen / 2,5P.), 4. - 5. Raschick (Harzburg), Parkner (Oker / je 2P.), 6. Herrmann (Harzburg / 2P.).
Nachdem die Einzelmeisterschaft im Harzkreis noch termingerecht ablief, kam es bei den Mannschaftsmeisterschaften zu starken Verzögerungen. Die ursprünglich vom 08.06. bis 06.07. anberaumten Spiele zur Ermittlung der Gruppensieger (Harzburg sollte mit Vienenburg und Oker in Gruppe 2 spielen) fanden nicht statt.
Nachdem bereits bis zum 17.06. Bad Sachsa, Bad Lauterberg und Hohegeiß aus dem NSV ausgetreten bzw. ausgeschlossen wurden, trat auch die Schachgilde Oker mit sofortiger Wirkung am 18.06.52 aus dem Verband aus. Der Meisterspieler (Herr Baum von der Schachgilde Oker war bis dato Spielleiter des Harzkreises, so dass die Mannschaftsmeisterschaft um den Harzkreismeister neu organisiert werden musste.)
Ausserdem ergingen von Bad Sachsa und Oker Aufforderungen an umliegende Vereine, einen eigenen Schachkreis ausserhalb des NSV zu gründen.
Diesen Aufrufen schloss sich der SK Bad Harzburg u.a. in Einklang mit Goslar, Vienenburg und Langelsheim nicht an. Das führte zu grossen Verzögerungen bei der Austragung der Mannschaftsmeisterschaft im Harzkreis. Es ist nicht bekannt, ob der SK überhaupt noch an den Meisterschaften teilnahm. Auch Sportlich gesehen konnte der Schachklub 1952 nicht mehr an die Erfolge von 1951 anknüpfen. Die Leistungen in den Freundschaftswettbewerben lagen im 2. Halbjahr weit unter Vorjahresniveau.
Mit ein Grund dafür waren die drastisch sinkenden Mitgliederzahlen. Ganzjährig waren nur noch 24 Schachfreunde im SK organisiert. Wichtige Spieler, wie Rebak, Emil Wais (zeitweise), Karl Lenz (zeitweise), Werner, Walter, Keck, Fechner und Herbert Kienow verließen im Laufe des Jahres den Verein. So wurden an den Harzkreis am 01.07.52 gar nur noch 15 Mitglieder gemeldet. Hauptgrund waren sicherlich die Auseinandersetzungen innerhalb des Harzkreises, die mit einer Austrittswelle von Vereinen einher ging. Der Vorstand des SK Bad Harzburg bezog zwar eine positive Haltung zum NSV, jedoch schienen nicht alle Schachfreunde des Vereins diese Entscheidung mitgetragen zu haben und quittierten dies ihrerseits mit zahlreichen Austritten. Schach gespielt wurde in jenem Jahr letztendlich auch noch. Stadt- und Klubmeister 1952 wurde Ernst Raschick mit 10 Punkten aus 11 Partien vor Herrmann (9Punkte) und Kienow vor dessen Abgang nach Vienenburg (8,5Punkte). Raschick zeigte sich in damals in guter Verfassung und gewann auch ein vereinsinternes Blitzturnier souverän. Das Vereinsleben war 1952 sehr ruhig. Ein Grund dafür war - neben den zahlreichen Abgängen von Leistungsträgern - auch die mangelnde Bereitschaft benachbarter Vereine zu Freundschaftswettkämpfen. So litt z.B. die bis dato enge Beziehung zur Schachgilde Oker unter dessen Austritt aus dem NSV und dem Verbot des NSV, mit "wilden Vereinen" Wettkämpfe abzuhalten. Aufgrund der Randlage im Bezirk und der damit verbundenen grossen Entfernungen zu spielaktiven Vereinen, wurde eine deutliche Isolierung des SK spürbar.
1953
Die Jahreshauptversammlung des SK fand am 14.01.53 im Hotel "Stadt Hannover" statt. Zehn des zwischenzeitlich nur noch aus 18 Schachfreunden bestehenden Klubs waren anwesend. Abgesehen von der sehr ordentlichen Kassenführung gab es nicht viel Positives über das schachlich ereignissarme Jahr 52 zu berichten. So war auch bereits nach knapp 2 Stunden Versammlungsdauer alles unter Dach und Fach. Dr. Göpner wurde als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde Herr Hildebrandt, zum Geschäftsführer und Spielwart Herr Raschick und zum Kassen- und Gerätewart Herr Mikasinovic gewählt. Zu Kassenprüfern wurden die Herren Tischmeyer und Grathoff bestellt. Ausserdem wurden die Herren Raschick, Herrmann und Hildebrandt für die Kreiseinzelmeisterschaft 1953 nominiert und die Anschaffung des heute noch existierenden Schachschrankes plus einer weiteren Uhr beschlossen. Man war sich darüber einig, den Spielverkehr mit den Nachbarvereinen wieder neu zu beleben, um aus der Isolation herauszufinden. Die Schachfreunde Ballandies, Hildebrandt jun. und Brendel traten dem SK bei und nahmen am Klubturnier der B-Klasse teil. Sieger des Turniers wurden Brendel und Hildebrandt mit je 4 Punkten vor Lutze (3 Punkte), Meister (1 Punkt), Dr. Göpner und Herr Ballandies. Die Ergebnisse des A-Klasse Turniers um den Titel "Stadtmeister der Stadt Bad Harzburg 1953" sind nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass Herrmann vor Raschick landete und den Titel holte, weil dieser die Rangliste des SK in jenem Jahr anführte.
Die Vereinsabende fanden auch 1953 im Hotel "Stadt Hannover" statt. Man traf sich immer Mittwochs und Samstags. Die Zahl der Anwesenden schwankte meistens zwischen zehn und 15 Schachfreunde. Zum Ende des Jahres stagnierte jedoch das Vereinsleben, weil der Schachklub aus dem Spiellokal aus nicht bekannten Gründen auszog. Vom 18.11.53 bis 31.01.54 fanden deshalb keine Vereinsabende statt.
Im Rundschreiben 1/53 des Harzkreises vom 06. Januar 1953 wurde nochmals die Austragung von Mannschaftskämpfen mit Vereinen, die dem Niedersächsischen Schachverband nicht mehr angehörten, strikt untersagt. Daher war das Angebot des 1. Vorsitzenden des BSC, Herrn Wilke, Wettkämpfe mit dem Braunschweiger Schachverein von 1929 abzuhalten, sehr willkommen. Im Sommer 1953 muss es zu entsprechenden Freundschaftskämpfen gekommen sein. Über dessen Ergebnisse ist jedoch ebenso wenig bekannt, wie über den Ausgang der Harzkreismeisterschaft. Am 15.03. kam es zu einem Freundschaftskampf gegen Vienenburg und im Frühsommer zu Wettkämpfen im Harzpokal.
Die Endrunde im Harzpokal 1953 bestritt Vienenburg gegen Seesen. Im Sommer spielten acht Schachfreunde aus Harzburg, Seesen und Vienenburg im K.O. - System um den "Silbernen Turm". In der Vorrunde verlor Raschick gegen Herrmann. Paulig (Seesen) gewann gegen Wüstefeld (Vienenburg) ebenso wie Markwardt gegen Gabriel (Vienenburg) und Bode (Seesen) gegen Erdmann (Vienenburg). In der Zwischenrunde besiegte Markwardt Herrn Bode und Herrmann (Harzburg) bezwang Herr Paulig (Seesen). Die Endrunde fand zwischen Herrmann und Markardt statt. Das Ergebnis ist nicht bekannt. Ebenfalls im Sommer, am 22.07.53, fand ein weiterer Freundschaftskampf gegen Vienenburg statt.
Erwähnenswert ist, dass Herr Raschick auch an der Harzburger Oberschule eine Schachgruppe leitete und in den Jahren 1953 und 1954 Spielleiter im Harzkreis war. Ausserdem belegte er einen vorderen Platz beim Turnier des NSV in Hitzacker.
Innerhalb des Harzkreises kam es durch Pläne des NSV, die Bezirke ein weiteres Mal zu vergrössern zu neuen Unruhen, da diese Pläne den Bestrebungen des Harzkreises auf Selbständigwerdung als Bezirk entgegenliefen. (Antwort von Herrn Raschick auf Rundschreiben 3/53 des Harzkreises zu diesem Thema.) Im Harzkreis gab es wiederholt Überlegungen, geschlossen aus dem NSV auszutreten und den Spielbetrieb auf Kreisebene mit den aus dem NSV ausgeschiedenen Vereinen (Oker, Bad Lauterberg, Bad Sachsa u.s.w.) neu zu organisieren. Unter diesen Umständen hatte es der Spielleiter des Harzkreises schwer, den Spielbetrieb im Harzkreis aufrecht zu erhalten. Viele Vereine zahlten zudem nur zögerlich Beiträge. Bis Dezember 1953 hatten nur die Vereine Seesen, Goslar und Harzburg alle Beiträge entrichtet, während Langelsheim, Vienenburg, Altenau, Braunlage und Gandersheim überhaupt noch nicht oder zur teilweise bezahlt hatten). Das Geld war so knapp, dass der Harzkreis kaum eigenes Spielmaterial zur Verfügung stellen konnte. So musste jeder Verein für die Harzkreis-Einzelmeisterschaft 1954 pro zwei Spieler eine Uhr mit nach Goslar bringen.
1954
Zur Jahreshauptversammlung des SK am 01.02.54 erschienen 16 Mitglieder. Darunter auch die Schachfreunde Dr. Hanns Göpner, Rebak, Feix, von Dobschütz, Hildebrandt, Dr. Heine, Tischmeyer, Raschick und Lutze. Über den Inhalt dieser Versammlung ist kaum was bekannt. Oberstudienrat, Dr. Hanns Göpner, wurde in seiner Funktion als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Spielleiter und Geschäftsführer des SK war weiterhin Ernst Raschick. Zum 2. Vorsitzenden wurde Herr Hildebrandt gewählt und Herr Mikasinovic als Kassierer im Amt bestätigt. Als neues Spiellokal wurde der Wappensaal im "Cafè Ernst" vereinbart.
Ein Höhepunkt des Jahres 54 war die Verleihung der silbernen Ehrenadel an Schachfreund Emil Wais als Dank und Anerkennung für die langjährige treue Mitgliedschaft und die geleistete wertvolle Aufbauarbeit nach dem Kriege durch den Geschäftsführer des NSV, Herrn Albert Meyer. Damit war nach Ernst Raschick Herr Wais der 2. Harzburger, der durch den NSV ausgezeichnet wurde.
Im Verlauf des Jahres nahmen die Schwierigkeiten innerhalb des SK zu. Weitere gute Spieler wanderten zu benachbarten Vereinen ab. Im März waren nur noch 16 Mitglieder des Vereines beim Harzkreis gemeldet. Zu diesen gehörten die Herren: Dr. Hans Göpner, Ernst Raschick, Paul Hildebrandt, Alfred Mikasinovic, Herbert Lutze, Emil Wais, Ernst Hildebrandt, Karlheiz Wehling, Emanuel Barvenzik, Dr. Gotthard Heine, Karl Lenz, Rudolf Tischmeyer, Hans Feix, Erich Grathoff, Adolf Mewes und Wilhelm Rebak. Wobei die Herren Adolf Mewes und Wilhelm Rebak erst 1954 dem SK beitraten. In diesem Jahr fand noch ein grösseres Einzelturnier statt, welches SF Baum mit 5,5 Punkten vor Matthai (5P.), Wüstefeld (4,5P.) und Raschick (4P.) gewann. Ausserdem absolvierte der SK einige Freundschaftswettkämpfe mit benachbarten Vereinen. Die erste Runde in der Harzkreis-Mannschaftsmeisterschaft verlor der SK gegen Vienenburg mit 2 zu 6 Punkten. Für die Harzburger waren lediglich Grathoff und Ernst Hildebrandt erfolgreich. Raschick, Rebak, Mikasinovic, Tischmeyer und Feix verloren ihre Partien. Auch gegen Goslar kamen die Harzburger über ein 1,5 zu 6,5 nicht hinaus. Dieser Wettkampf wurde gleichzeitig auch als Freundschaftswettkampf ausgetragen und endete insgesamt mit 2,5 zu 8,5 Punkten zugunsten der Gäste aus der Kaiserstadt. In der dritten Runde verlor der SK gegen den späteren Harzkreismeister Clausthal glatt mit 2,5 zu 5,5 Punkten.
Ein trauriger Tiefpunkt wurde im Vereinsleben erreicht, als am fünften Dezember SF Ernst Raschick einen Brief an den NSV über das Ausscheiden des SK Bad Harzburg aus dem NSV wegen "Eingehen des Vereins" verfasste. Diese Entwicklung hatte sich aus seiner Sicht schon seit einem halben Jahr abgezeichnet. Seinen Verpflichtungen kam der Verein bis zum 31.12.54 nach. Wahrscheinlich ist dieser Brief mehr oder weniger im Alleingang ohne Absprache mit dem Vorstand abgestimmt wurden, denn die Begründung wegen "Eingehen des Vereins" ist nicht ganz zutreffend, da auch 1955 noch ein Vereinsleben bestand. Es ist jedoch anzunehmen, dass ein Teil der Harzburger zumindest im Spieljahr 1955 und 1956 mit für die benachbarten Vienenburger an die Bretter ging, da der Verein aus dem NSV ausschied. Herr Raschick verblieb im NSV und leitete seine Jugendgruppe an der Harzburger Schule weiter. Er legte sein Amt als Kreisspielleiter nieder und erklärte seinen Austritt aus dem SK.
1955
Aus dem Kassenbuch kann entnommen werden, das unter anderem folgende Mitglieder auch 1955 Beiträge an den SK entrichteten: Emit Wais, Dr. Hanns Göpner, Herr Grathoff, Barwenzik, Herrmann. Hildebrandt. Insgesamt stehen 13, teilweise unleserliche Namen im Kassenbuch. Über das Spielgeschehen ist nichts weiter bekannt. Am 27.04.1955 fand um 20.30 Uhr eine außerordentliche Generalversammlung des SK Bad Harzburg von 1927 im "Cafè Ernst" statt, bei welcher lediglich sieben Mitglieder anwesend waren. Es wurde die Beschaffung von Mitgliedsbüchern beschlossen und die Anschaffung eines weiteren Materialschrankes durch Herrn Hildebrand genehmigt. 1955 wurden Verbandsbeiträge für 6 Mitglieder des SK über den Schachverein Vienenburg entrichtet.
1956 bis 1959
Über diesen Zeitraum existieren so gut wie keine Unterlagen. Bekannt ist noch, dass zumindest 1956 der SK Bad Harzburg für sechs seiner Mitglieder über den Schachverein Vienenburg Beiträge an den NSV zahlte. Die Beiträge wurden Quartalsweise an dem damaligen Kassierer von Vienenburg, Herrn Dietfried Wüstefeld entrichtet. Das spärlich geführte Kassenbuch des SK Bad Harzburg wies nur noch für 1956 Einträge aus.
|
Bad Harzburger Schachwoche 1939 | |||||||||||||
|
| |||||||||||||
|
1. |
Eliskases, Erich |
Österreich |
|
1 |
½ |
½ |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
8,0 |
|
2. |
Stahlberg, Gideon |
Schweden |
0 |
|
½ |
1 |
0 |
½ |
1 |
1 |
1 |
1 |
6,0 |
|
3. |
Rellstab, Ludwig |
Berlin |
½ |
½ |
|
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
1 |
5,5 |
|
4. |
Ahues, Carl |
Königsberg |
½ |
0 |
½ |
|
1 |
0 |
1 |
½ |
½ |
1 |
5,0 |
|
5. |
Dr. Lange, W. |
Essen |
0 |
1 |
0 |
0 |
|
½ |
0 |
1 |
1 |
1 |
4,5 |
|
6. |
Cortlever |
Holland |
0 |
½ |
1 |
1 |
½ |
|
0 |
0 |
1 |
0 |
4,0 |
|
7. |
Reinhardt |
Hamburg |
0 |
0 |
½ |
0 |
1 |
1 |
|
1 |
0 |
½ |
4,0 |
|
8. |
Zollner |
München |
0 |
0 |
½ |
½ |
0 |
1 |
0 |
|
1 |
1 |
4,0 |
|
9. |
Sämisch, Fritz |
Berlin |
0 |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
1 |
0 |
|
½ |
2,0 |
|
10 |
Poulsen |
Dänemark |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
½ |
|
2,0 |
|
Bad Harzburger Schachwoche 1938 | |||||||||||||
|
| |||||||||||||
|
1. |
Pirc, Vasja |
Jugoslaw. |
|
½ |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
1 |
1 |
1 |
6,5 |
|
2. |
Bogoljubow, Efim |
Russland |
½ |
|
½ |
½ |
1 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
6,0 |
|
3. |
Kieninger, Georg |
|
½ |
½ |
|
1 |
0 |
1 |
½ |
½ |
½ |
1 |
5,5 |
|
4. |
Eliskases, Erich |
Österreich |
0 |
½ |
0 |
|
½ |
½ |
½ |
1 |
1 |
1 |
5,0 |
|
5. |
Heinicke, Herbert |
|
½ |
0 |
1 |
½ |
|
1 |
1 |
0 |
0 |
1 |
5,0 |
|
6. |
Lokvenc, Josef |
|
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
|
½ |
1 |
1 |
½ |
4,5 |
|
7. |
Petrovs, Vladimir |
|
½ |
½ |
½ |
½ |
0 |
½ |
|
½ |
½ |
1 |
4,5 |
|
8. |
Sämisch, Fritz |
Berlin |
0 |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
½ |
|
1 |
1 |
4,0 |
|
9. |
Richter, Kurt |
|
0 |
½ |
½ |
0 |
1 |
0 |
½ |
0 |
|
1 |
3,5 |
|
10 |
Preusse, August |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
|
0,5 |
|
Bad Harzburger Schachmeisterturnier 1946 |
|||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||
|
1. |
Ahuses, Carl |
|
½ |
½ |
½ |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
1 |
9,0 | |
|
2. |
Heinicke |
½ |
|
1 |
½ |
1 |
1 |
0 |
0 |
1 |
½ |
1 |
1 |
7,5 | |
|
3. |
Sämisch, Fritz |
½ |
0 |
|
½ |
1 |
½ |
1 |
1 |
1 |
½ |
1 |
½ |
7,5 | |
|
4. |
Rellstab, Ludwig |
½ |
½ |
½ |
|
1 |
0 |
½ |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
7,0 | |
|
5. |
Dr. Lange, W. |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
1 |
1 |
½ |
1 |
1 |
½ |
1 |
6,0 | |
|
6. |
Dr. Töber |
0 |
0 |
½ |
1 |
0 |
|
0 |
1 |
½ |
1 |
1 |
1 |
6,0 | |
|
7. |
Elm |
0 |
1 |
0 |
½ |
0 |
1 |
|
1 |
0 |
1 |
1 |
½ |
6,0 | |
|
8. |
Dr. Dünhaupt |
0 |
1 |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
|
1 |
½ |
1 |
1 |
5,0 | |
|
9. |
Meynecke |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
½ |
1 |
0 |
|
1 |
½ |
½ |
3,5 | |
|
10 |
Möhler |
0 |
½ |
½ |
0 |
0 |
0 |
0 |
½ |
0 |
|
1 |
1 |
3,5 | |
|
11 |
Dr. Hübener |
½ |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
0 |
0 |
½ |
0 |
|
½ |
3,0 | |
|
12 |
Lehmann |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
½ |
0 |
½ |
0 |
½ |
|
2,0 | |
|
Bad Harzburger Sommerturnier 1948 | ||||||||||||||
|
| ||||||||||||||
|
1. |
Breuer |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
3,0 |
7.-9. |
|
2. |
Feix |
1 |
|
1 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
3,0 |
7.-9. |
|
3. |
Walter |
1 |
0 |
|
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
1 |
0 |
1 |
4,5 |
5. |
|
4. |
Mikasinovic |
1 |
1 |
1 |
|
½ |
1 |
½ |
0 |
1 |
1 |
1 |
8,0 |
3. |
|
5. |
Raschick |
1 |
1 |
1 |
½ |
|
1 |
1 |
½ |
1 |
0 |
1 |
8,0 |
2. |
|
6. |
Lutze |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
3,0 |
7.-9. |
|
7. |
Fechner |
0 |
1 |
½ |
½ |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
½ |
0 |
2,5 |
10. |
|
8. |
Herrmann |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
1 |
1 |
|
1 |
1 |
1 |
9,5 |
1. |
|
9. |
Dr. Göpner |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
|
0 |
0 |
2,0 |
11. |
|
10 |
Rebak |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
1 |
½ |
0 |
1 |
|
1 |
7,5 |
4. |
|
11 |
Hildebrandt |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
|
4,0 |
6. |
|
Turnier Schachgilde Oker 08./09.07. und 15./16.07.50 |
||||||||||
|
|
||||||||||
|
1. |
Ragotzi (Langelsheim) |
|
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
1,0 |
5.-6. | |
|
2. |
Parkner (Oker) |
1 |
|
0 |
0 |
1 |
0 |
2,0 |
4. | |
|
3. |
Kienow (Vienenburg) |
0 |
1 |
|
0 |
0 |
0 |
1,0 |
5.-6. | |
|
4. |
Raschick (Harzburg) |
1 |
1 |
1 |
|
½ |
0 |
3,5 |
2. | |
|
5. |
Baum (Oker) |
1 |
0 |
1 |
½ |
|
0 |
2,5 |
3. | |
|
6. |
Matthai (Goslar) |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
|
5,0 |
1. | |
|
Bad Harzburger Blitzturnier 08.06.52 |
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
1. |
Hildebrandt |
|
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
1 |
3,0 |
7. - 8. | |
|
2. |
Werner |
1 |
|
1 |
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
6,0 |
4. | |
|
3. |
Grathoff |
0 |
0 |
|
0 |
1 |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
1,5 |
9. | |
|
4. |
Feix |
1 |
0 |
1 |
|
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
4,0 |
5. | |
|
5. |
Dr. Göpner |
1 |
1 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
3,0 |
7. - 8. | |
|
6. |
Kienow |
1 |
0 |
1 |
1 |
1 |
|
1 |
1 |
0 |
1 |
7,0 |
2. - 3. | |
|
7. |
Mikasinovic |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
|
1 |
0 |
1 |
7,0 |
2. - 3. | |
|
8. |
Barwenzik |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
0 |
0 |
|
0 |
1 |
3,5 |
6. | |
|
9. |
Raschick |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
|
1 |
9,0 |
1. | |
|
10 |
Dr. Heine |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
1,0 |
10. | |
|
Turnier: "Stadtmeister von Bad Harzburg 1952" |
||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||
|
1. |
Barwenzik |
|
1 |
0 |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
4,5 |
6. | |
|
2. |
Fechner |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
2,5 |
8. | |
|
3. |
Raschick |
1 |
1 |
|
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
10,0 |
1. | |
|
4. |
Koch |
1 |
1 |
0 |
|
0 |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
1 |
0 |
7,0 |
5. | |
|
5. |
Reback |
1 |
1 |
0 |
1 |
|
1 |
1 |
0 |
½ |
0 |
1 |
1 |
7,5 |
4. | |
|
6. |
Grathoff |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
|
1 |
0 |
½ |
1 |
0 |
0 |
3,5 |
7. | |
|
7. |
Hildebrandt |
½ |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
2,5 |
8. | |
|
8. |
Herrmann |
1 |
1 |
0 |
0 |
1 |
1 |
1 |
|
1 |
1 |
1 |
1 |
9,0 |
2. | |
|
9. |
Mikasinovic |
1 |
1 |
0 |
1 |
½ |
½ |
1 |
0 |
|
1 |
1 |
0 |
7,0 |
5. | |
|
10 |
Tischmeyer |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
½ |
1,5 |
9. | |
|
11 |
Keck |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
1 |
|
0 |
2,5 |
8. | |
|
12 |
Kienow |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
1 |
0 |
1 |
½ |
1 |
|
8,5 |
3. | |